Das gab's nur einmal... EXPO 2000
An sonnigen Tagen war der Andrang auf dem Expo - Gelände besonders groß. Übrigens hätten die Besucher 75 Kilometer ablaufen müssen, wenn sie alle Pavillons und Austellung besuchen wollten.
Allabendlich haben die Pyrotechniker ihr Bestes gegeben, um die Besucher... bei der Feuer-, Wasser- und Lichtshow "Flambéé" Human Facets mit Wasserfontänen und Geysiren zu verzaubern.
Auf der Allee der Vereinigten Bäume wachsen 273 verschiedene Baumsorten. Sie sollen das friedliche Miteinander von Menschen verschiedener Nationen symbolisieren.
Übrigens wurden insgesamt 5.889 Bäume auf dem Expogelände neu gepflanzt.
Insgesamt 53 Nationen und Organisationen haben einen Pavillon auf der Weltausstellung erbaut.
mit den Teilnehmern Benin, Burundi, Cote D'Ivoire, Dschibuti, Eritrea, Gabun,
Ghana, Guinea, Kamerun, Kenia, Madagaskar, Nigeria, Ruanda, Togo und Uganda.
...haben alle teilnehmende Nationen Wunderwerke auf dem EXPO - Gelände erschaffen.
Wir möchten Sie einladen, uns auf einem Rundgang auf der Weltausstellung zu begleiten und die schönsten und aufwendigsten Pavillons noch einmal zu besichtigen.
Wasser war auf der EXPO ein beliebtes Element, um damit die Pavillons zu verschönern.
Im isländischen Pavillon verschmolzen Film und Realität. Im Inneren des blauen Würfels konnten die Besucher von einer spiralförmigen Rampe Island aus der Vogelperspektive betrachten. Auf einmal schoß ein mächtiger Geysir in die Höhe.
Der Pavillon war vollständig von Wasser umgeben und konnte nur über zwei Brücken erreicht werden. Im Inneren wanderte der Besucher über einen Glasboden, unter dem eine typische kroatische Landschaft nachgestellt war.
Die Besucher des norwegischen Pavillons wurden von einem 15 Meter hohem Wasserfall angelockt. Besonders beliebt waren diese Pavillons bei heißem Sommerwetter um sich etwas Abkühlung zu verschaffen.
800 nepalesische Familien haben über einen Zeitraum von drei Jahren den wunderschönen Pavillon in Handarbeit hergestellt. Auf dem Dach des Himalaya - Tempels wurden 80.000 Ziegel verlegt und in Handarbeit mit Lehm befestigt.
Der Pavillon Venezuelas war von einer 18 Meter hohen Blüte überragt. Ihre Blütenblätter wurden je nach Wetterlage auf- oder zugeklappt.
Im Pavillon Dänemarks war das EXPO - Thema "Mensch - Natur - Technik" perfekt umgesetzt. Der Besucher konnte sich über Wind, Wasser und Natur informieren.
So ruhig wie auf diesem Bild ging es vor dem finnischen Pavillon eigentlich nie zu. Die Besucher der Weltausstellung wollten sich von der Natur Finnlands faszinieren lassen. Und kamen in Scharen um die über 70 finnischen Birken zu bewundern, die auf einem echt finnischen Waldboden mit Moos aus Lappland, Waldbeeren und Blaubeersträuchern standen.
Der wohl am schönsten anzusehende Pavillon war der 40 Meter hohe "Sandwich-Bau" der Niederlande. Auf fünf Stockwerken wurden Windräder, Wälder und Blumenwiesen gestapelt.
Der schwedische Pavillon - außen schwarz und innen hell.
Im Pavillon Polens wanderte man durch malerische Altstadtgassen. Beim Rundgang durchquerte man den einzigen noch unberührten Urwald Europas, stieß auf das älteste Salzbergwerk Polens und konnte in der Sternwarte die Entdeckungen polnischer Forscher und Astronomen bewundern.
Neben den 16 Bundesländern wurden im Deutschen Pavillon 47 prominente Deutsche in der Ideenwerkstatt überlebensgroß in Form von Gipsfiguren präsentiert. Erbaut wurde der Pavillon Deutschlands aus Stahl, Glas und Holz.
Das war die Weltausstellung
Für 153 Tage verwandelte sich die niedersächsische
Landeshauptstadt Hannover in einen Schmelztiegel verschiedenster
Kulturen und Nationen. Die ganze Welt war zu Gast in Deutschland
und jeden Tag wurde erneut ein großes Fest der Völker gefeiert.
Auf der teilnehmerstärksten Weltausstellung seit 150 Jahren haben
mehr als 170 Nationen und Internationale Teilnehmer ihre Ideen und
Visionen für die Zukunft gezeigt. 49 Länder haben eigene Pavillons
gebaut, andere präsentierten sich in Hallen. Die Besucher hatten die
Qual der Wahl, denn alles zu sehen, das war unmöglich an einem Tag.
In der Afrika-Halle, sie gehörte mit etwa vier Millionen Besuchern
zu den Lieblingspavillons der Expo-Besucher, präsentierten sich
zum ersten Mal 40 afrikanische Staaten mit dem gemeinsamen
Motto "Das Geschenk Afrikas" auf einer Weltausstellung.
Wohl kaum ein Besucher konnte sich dem temperamentvollen
Treiben dieser Präsentation entziehen. Mehr als 2,5 Millionen
Gäste besuchten den Sandwichbau der Niederlande, das
Gästebuch Finnlands zählt mehr als 1,5 Millionen Einträge und
mehr als 5 Millionen Besucher betrachteten die überlebensgroßen
Gipsbüsten im Deutschen Pavillon.
Auch Staatsoberhäupter und königliche Hoheiten haben es sich nicht
nehmen lassen, ihre eigenen und natürlich auch andere Pavillons zu
besuchen. Unter anderem besuchten Königin Beatrix der Niederlande
und Prinzgemahl Claus, König Albert II. von Belgien, Königin Margarethe
von Dänemark, Juan Carlos und Sofia von Spanien die Weltausstellung.
Königin Silvia von Schweden war sogar dreimal auf der Expo. An einem
Tag konnte man wirklich nicht alles sehen. Insgesamt hatten 68
Staatsoberhäupter, 56 Regierungschefs und 413 Minister und
stellvertretende Minister die EXPO 2000 besichtigt.
Unter dem Motto "Welten treffen aufeinander" war das gesamte
Expo-Gelände zu einer riesigen Bühne geworden. Über 60
Millionen Menschen hatten die Veranstaltungen der Weltausstellung
besucht. Vom Faustmarathon über das allabendliche Flambée, von
Rockveranstaltungen in der Beat Box bis hin zu heißen Rhythmen
auf der Plaza-Bühne, der Besucher hatte die Wahl.
Aber nicht nur auf dem Expo-Gelände in Hannover fand die diesjährige
Weltausstellung statt, sondern im gesamten Gastgeberland - auf allen
fünf Kontinenten - weltweit.
Expo 2000 - Die Zahlen
Da bei keinem Abschlussbericht die obligatorischen Zahlenreihen
fehlen dürfen, kommt hier die Expo in Zahlen - einige kurios,
andere imposant, aber alle Zahlen beweisen, dass bei dieser
Weltausstellung Unwahrscheinliches auf die Beine gestellt wurde.
| 7.500.000 | Fahrgäste benutzten die Seilbahn, die das gesamte Gelände überquerte. |
| 5.000.000 | Sportler testeten die neusten Trendsportarten in der Funsport Halle. |
| 2.250.000 | Besucher spazierten durch den Finnischen Pavillon. |
| 2.000.000 | Liter Wasser stürzte stündlich vom Dach des Norwegischen Pavillons. |
| 1.600.000 | Namen wurden im Isländischen Pavillon gezeigt. |
| 400.000 | Lego-Steine wurden benötigt, um die Löwen, Elefanten und Affen in der Afrika-Halle lebensecht nachzubauen. |
| 40.000 | Postkarten wurden im Kanadischen Pavillon verkauft. |
| 34.000 | Quadratmeter groß waren die "Gärten im Wandel". |
| 21.000 | Heuschrecken wurden in der Ausstellung Ernährung verzehrt. |
| 8.500 | Papprollen wurden im Japanischen Pavillon verbaut. |
| 4.000 | Menschen sahen auf der Großbildleinwand das EM-Spiel Deutschland-Rumänien. |
| 2.100 | Kilometer sind zwei estnische Studentinnen zur Expo 2000 getrampt. |
| 800 | Nepalesische Familien schnitzten drei Jahre am Pavillon ihres Landes. |
| 280 | Flaschen Tequila wurden im Schnitt pro Nacht im Mexikanischen Pavillon geleert. |
| 160 | Hektar groß war das Expo-Gelände - eine Fläche von 235 Fußballfeldern. |
| 100 | Verschiedene Biersorten gab es auf dem Gelände. |
| 90 | Tonnen echten Wüstensand ließen die Vereinigten Arabischen Emirate einfliegen. |
| 84 | Birken standen im Finnischen Pavillon. |
| 21 | Stunden dauerte die Marathon-Version der Faust-Inszenierung. |
| 13 | Jahre sind vergangen, seitdem die Idee der EXPO 2000 geboren wurde |
| 10 | Jahre ist es her, dass Deutschland am 14. Juni 1990 den Zuschlag erhielt. |
| 1 | Stück der Chinesischen Mauer hatte den weiten Weg bis in den Chinesischen Pavillon gemacht. |
Expo 2000 - Die Nachnutzung
Da die Weltausstellung in Hannover leider nicht von Dauer war,
mussten die Organisatoren sich schon lange vor Start der EXPO
Gedanken über die Nachnutzung der Pavillons und extra erbauten
Gebäude machen. Es ist bedauerlich, dass die wunderschönen
Pavillons wieder abgebaut werden mussten.
Für die meisten Bauwerke bestehen schon Verträge, wo und wann
die Gebäude an Ihrem neuen Bestimmungsort errichtet werden. Viele
Bauwerke verbleiben aber auf dem EXPO-Gelände und bereichern
dort in Zukunft das Messegelände.
Die 13.500 Plätze umfassende Preussag Arena wird weiterhin als
Veranstaltungsort genutzt. Popkonzerte und große Ereignisse werden
in Hannover künftig dort stattfinden. So ist die Preussag Arena
Austragungsort des Eröffnungsspiels und des Finales der im
April / Mai 2001 stattfindenen Eishockey WM. Der Christus Pavillon
wird nach Ende der Weltausstellung demontiert und in Volkenroda in
Thüringen wieder aufgebaut.
Die Pavillons von Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich,
Großbritannien, Schweden und der Volksrepublik China verbleiben
auf dem Messegelände und werden weitergenutzt. Der Schweizer
Pavillon wird wie geplant recyclet. Der Pavillon der Organisation
WWF mit dem 14 Meter hohen Erdgeist wird im Saarland wieder zu
bestaunen sein. Der Himalajastaat Nepal verhandelt mit verschiedenen
Interessenten um den begehrten Pavillon.
So gut wie alle Pavillons bzw. Gebäude werden weitergenutzt und
einige werden hoffentlich ihre Idee als Begegnungsstätte verschiedener
Nationen weiterführen.
Große Worte wurden schon genug gesagt, aus diesem Grunde verzichten
wir darauf. Wir möchten uns aber trotzdem bei allen Besuchern und
Gästen, die mit uns die Freude an der EXPO 2000 geteilt haben, bedanken.