Das gab's nur einmal... EXPO 2000


EXPO 2000 Am 31.10.2000 ist die Expo 2000 in Hannover nach 153 Tagen zu Ende gegangen. Wohl kaum ein Ereignis hat die Gemüter der Deutschen in der letzten Zeit so bewegt wie die Weltausstellung in der niedersächsischen Hauptstadt. Wir möchten Ihnen auf dieser Seite noch einmal die Gelegenheit geben, dieses einmalige Spektakel Revue passieren zu lassen und sich an den schönsten Bildern zu erfreuen.

An sonnigen Tagen war der Andrang auf dem Expo - Gelände besonders groß. Übrigens hätten die Besucher 75 Kilometer ablaufen müssen, wenn sie alle Pavillons und Austellung besuchen wollten.


Flambéé Flambéé
Allabendlich haben die Pyrotechniker ihr Bestes gegeben, um die Besucher... bei der Feuer-, Wasser- und Lichtshow "Flambéé" Human Facets mit Wasserfontänen und Geysiren zu verzaubern.


Alle der Vereinigten Bäume Allee der Vereinigten Bäume
Auf der Allee der Vereinigten Bäume wachsen 273 verschiedene Baumsorten. Sie sollen das friedliche Miteinander von Menschen verschiedener Nationen symbolisieren.

Übrigens wurden insgesamt 5.889 Bäume auf dem Expogelände neu gepflanzt.

Insgesamt 53 Nationen und Organisationen haben einen Pavillon auf der Weltausstellung erbaut.

Afrika Von Afrika...
mit den Teilnehmern Benin, Burundi, Cote D'Ivoire, Dschibuti, Eritrea, Gabun,
Ghana, Guinea, Kamerun, Kenia, Madagaskar, Nigeria, Ruanda, Togo und Uganda.

Jemen ...über Jemen







Zypern bis Zypern...

...haben alle teilnehmende Nationen Wunderwerke auf dem EXPO - Gelände erschaffen.


Wir möchten Sie einladen, uns auf einem Rundgang auf der Weltausstellung zu begleiten und die schönsten und aufwendigsten Pavillons noch einmal zu besichtigen.


Zeri Pavillon Der Pavillon der Umweltschutzorganisation ZERI



Wasser war auf der EXPO ein beliebtes Element, um damit die Pavillons zu verschönern.

Isländischen Pavillon Island
Im isländischen Pavillon verschmolzen Film und Realität. Im Inneren des blauen Würfels konnten die Besucher von einer spiralförmigen Rampe Island aus der Vogelperspektive betrachten. Auf einmal schoß ein mächtiger Geysir in die Höhe.



Kroatischer Pavillon Kroatien
Der Pavillon war vollständig von Wasser umgeben und konnte nur über zwei Brücken erreicht werden. Im Inneren wanderte der Besucher über einen Glasboden, unter dem eine typische kroatische Landschaft nachgestellt war.





Norwegischer Pavillon Norwegen
Die Besucher des norwegischen Pavillons wurden von einem 15 Meter hohem Wasserfall angelockt. Besonders beliebt waren diese Pavillons bei heißem Sommerwetter um sich etwas Abkühlung zu verschaffen.







Nepal Pavillon Nepal
800 nepalesische Familien haben über einen Zeitraum von drei Jahren den wunderschönen Pavillon in Handarbeit hergestellt. Auf dem Dach des Himalaya - Tempels wurden 80.000 Ziegel verlegt und in Handarbeit mit Lehm befestigt.




Venezuela Pavillon Venezuela
Der Pavillon Venezuelas war von einer 18 Meter hohen Blüte überragt. Ihre Blütenblätter wurden je nach Wetterlage auf- oder zugeklappt.





Dänischer Pavillon Dänemark
Im Pavillon Dänemarks war das EXPO - Thema "Mensch - Natur - Technik" perfekt umgesetzt. Der Besucher konnte sich über Wind, Wasser und Natur informieren.





Finnischer Pavillon Finnland
So ruhig wie auf diesem Bild ging es vor dem finnischen Pavillon eigentlich nie zu. Die Besucher der Weltausstellung wollten sich von der Natur Finnlands faszinieren lassen. Und kamen in Scharen um die über 70 finnischen Birken zu bewundern, die auf einem echt finnischen Waldboden mit Moos aus Lappland, Waldbeeren und Blaubeersträuchern standen.



Niederländischer Pavillon Niederlande
Der wohl am schönsten anzusehende Pavillon war der 40 Meter hohe "Sandwich-Bau" der Niederlande. Auf fünf Stockwerken wurden Windräder, Wälder und Blumenwiesen gestapelt.





Schwedischer Pavillon Schweden
Der schwedische Pavillon - außen schwarz und innen hell.






Polnischer Pavillon Polen
Im Pavillon Polens wanderte man durch malerische Altstadtgassen. Beim Rundgang durchquerte man den einzigen noch unberührten Urwald Europas, stieß auf das älteste Salzbergwerk Polens und konnte in der Sternwarte die Entdeckungen polnischer Forscher und Astronomen bewundern.



Deutscher Pavillon Deutschland
Neben den 16 Bundesländern wurden im Deutschen Pavillon 47 prominente Deutsche in der Ideenwerkstatt überlebensgroß in Form von Gipsfiguren präsentiert. Erbaut wurde der Pavillon Deutschlands aus Stahl, Glas und Holz.




Das war die Weltausstellung

Für 153 Tage verwandelte sich die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover in einen Schmelztiegel verschiedenster Kulturen und Nationen. Die ganze Welt war zu Gast in Deutschland und jeden Tag wurde erneut ein großes Fest der Völker gefeiert.

Auf der teilnehmerstärksten Weltausstellung seit 150 Jahren haben mehr als 170 Nationen und Internationale Teilnehmer ihre Ideen und Visionen für die Zukunft gezeigt. 49 Länder haben eigene Pavillons gebaut, andere präsentierten sich in Hallen. Die Besucher hatten die Qual der Wahl, denn alles zu sehen, das war unmöglich an einem Tag.

In der Afrika-Halle, sie gehörte mit etwa vier Millionen Besuchern zu den Lieblingspavillons der Expo-Besucher, präsentierten sich zum ersten Mal 40 afrikanische Staaten mit dem gemeinsamen Motto "Das Geschenk Afrikas" auf einer Weltausstellung. Wohl kaum ein Besucher konnte sich dem temperamentvollen Treiben dieser Präsentation entziehen. Mehr als 2,5 Millionen Gäste besuchten den Sandwichbau der Niederlande, das Gästebuch Finnlands zählt mehr als 1,5 Millionen Einträge und mehr als 5 Millionen Besucher betrachteten die überlebensgroßen Gipsbüsten im Deutschen Pavillon.

Auch Staatsoberhäupter und königliche Hoheiten haben es sich nicht nehmen lassen, ihre eigenen und natürlich auch andere Pavillons zu besuchen. Unter anderem besuchten Königin Beatrix der Niederlande und Prinzgemahl Claus, König Albert II. von Belgien, Königin Margarethe von Dänemark, Juan Carlos und Sofia von Spanien die Weltausstellung. Königin Silvia von Schweden war sogar dreimal auf der Expo. An einem Tag konnte man wirklich nicht alles sehen. Insgesamt hatten 68 Staatsoberhäupter, 56 Regierungschefs und 413 Minister und stellvertretende Minister die EXPO 2000 besichtigt.

Unter dem Motto "Welten treffen aufeinander" war das gesamte Expo-Gelände zu einer riesigen Bühne geworden. Über 60 Millionen Menschen hatten die Veranstaltungen der Weltausstellung besucht. Vom Faustmarathon über das allabendliche Flambée, von Rockveranstaltungen in der Beat Box bis hin zu heißen Rhythmen auf der Plaza-Bühne, der Besucher hatte die Wahl.

Aber nicht nur auf dem Expo-Gelände in Hannover fand die diesjährige Weltausstellung statt, sondern im gesamten Gastgeberland - auf allen fünf Kontinenten - weltweit.

Expo 2000 - Die Zahlen

Da bei keinem Abschlussbericht die obligatorischen Zahlenreihen fehlen dürfen, kommt hier die Expo in Zahlen - einige kurios, andere imposant, aber alle Zahlen beweisen, dass bei dieser Weltausstellung Unwahrscheinliches auf die Beine gestellt wurde.

7.500.000 Fahrgäste benutzten die Seilbahn, die das gesamte Gelände überquerte.
5.000.000 Sportler testeten die neusten Trendsportarten in der Funsport Halle.
2.250.000 Besucher spazierten durch den Finnischen Pavillon.
2.000.000 Liter Wasser stürzte stündlich vom Dach des Norwegischen Pavillons.
1.600.000 Namen wurden im Isländischen Pavillon gezeigt.
400.000 Lego-Steine wurden benötigt, um die Löwen, Elefanten und Affen in der Afrika-Halle lebensecht nachzubauen.
40.000 Postkarten wurden im Kanadischen Pavillon verkauft.
34.000 Quadratmeter groß waren die "Gärten im Wandel".
21.000 Heuschrecken wurden in der Ausstellung Ernährung verzehrt.
8.500 Papprollen wurden im Japanischen Pavillon verbaut.
4.000 Menschen sahen auf der Großbildleinwand das EM-Spiel Deutschland-Rumänien.
2.100 Kilometer sind zwei estnische Studentinnen zur Expo 2000 getrampt.
800 Nepalesische Familien schnitzten drei Jahre am Pavillon ihres Landes.
280 Flaschen Tequila wurden im Schnitt pro Nacht im Mexikanischen Pavillon geleert.
160 Hektar groß war das Expo-Gelände - eine Fläche von 235 Fußballfeldern.
100 Verschiedene Biersorten gab es auf dem Gelände.
90 Tonnen echten Wüstensand ließen die Vereinigten Arabischen Emirate einfliegen.
84 Birken standen im Finnischen Pavillon.
21 Stunden dauerte die Marathon-Version der Faust-Inszenierung.
13 Jahre sind vergangen, seitdem die Idee der EXPO 2000 geboren wurde
10 Jahre ist es her, dass Deutschland am 14. Juni 1990 den Zuschlag erhielt.
1 Stück der Chinesischen Mauer hatte den weiten Weg bis in den Chinesischen Pavillon gemacht.


Expo 2000 - Die Nachnutzung

Da die Weltausstellung in Hannover leider nicht von Dauer war, mussten die Organisatoren sich schon lange vor Start der EXPO Gedanken über die Nachnutzung der Pavillons und extra erbauten Gebäude machen. Es ist bedauerlich, dass die wunderschönen Pavillons wieder abgebaut werden mussten.

Für die meisten Bauwerke bestehen schon Verträge, wo und wann die Gebäude an Ihrem neuen Bestimmungsort errichtet werden. Viele Bauwerke verbleiben aber auf dem EXPO-Gelände und bereichern dort in Zukunft das Messegelände.

Die 13.500 Plätze umfassende Preussag Arena wird weiterhin als Veranstaltungsort genutzt. Popkonzerte und große Ereignisse werden in Hannover künftig dort stattfinden. So ist die Preussag Arena Austragungsort des Eröffnungsspiels und des Finales der im April / Mai 2001 stattfindenen Eishockey WM. Der Christus Pavillon wird nach Ende der Weltausstellung demontiert und in Volkenroda in Thüringen wieder aufgebaut.

Die Pavillons von Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Schweden und der Volksrepublik China verbleiben auf dem Messegelände und werden weitergenutzt. Der Schweizer Pavillon wird wie geplant recyclet. Der Pavillon der Organisation WWF mit dem 14 Meter hohen Erdgeist wird im Saarland wieder zu bestaunen sein. Der Himalajastaat Nepal verhandelt mit verschiedenen Interessenten um den begehrten Pavillon.

So gut wie alle Pavillons bzw. Gebäude werden weitergenutzt und einige werden hoffentlich ihre Idee als Begegnungsstätte verschiedener Nationen weiterführen.

Große Worte wurden schon genug gesagt, aus diesem Grunde verzichten wir darauf. Wir möchten uns aber trotzdem bei allen Besuchern und Gästen, die mit uns die Freude an der EXPO 2000 geteilt haben, bedanken.